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Wolfram Janzer | »ausjuriert« bis 24. Juli 2015

Ausstellung vom 25. Juni bis 24. Juli 2015
Eröffnung am 23. Juni 2015, 19 Uhr


Zur Eröffnung spricht Dr. Andrea Gnam, Karlsruhe.

Beim ersten Rundgang von Jury-Sitzungen wird meist eine Hälfte der eingereichten Arbeiten
beiseite gelegt. Danach wird es schwieriger. Um den harten Kern der übrig gebliebenen,
herausragenden Arbeiten wird bis zur endgültigen Auswahl meist lange gestritten.
Zum Europäischen Architekturfotografie-Preis architekturbild zum Beispiel werden in der
Regel etwa 300 Arbeiten eingereicht. Als »harter Kern« bleiben schließlich etwa fünfzig
bis sechzig preiswürdige Arbeiten übrig. Zuviel für die Auswahl von drei Preisen und den
folgenden 25 Besten. Glück für jene, die in der Auswahl bleiben, Pech für die anderen.
Wolfram Janzer hat jetzt all jene Wettbewerbsarbeiten, mit denen er sich - erfolglos - an
verschiedenen Wettbewerben beteiligt hatte, zu einer ungewöhnlichen Ausstellung zusammengetragen:
»ausjuriert« – eine heitere, farbige Summe preiswürdiger, aber eben nicht
prämierter Arbeiten. Er sieht das nicht als Abrechnung, sondern eher als Spaß und Freude.
In Analogie zum Sport hätte man diese Ausstellung auch überschreiben können: »vierter
sein« - bei Olympiaden ist es bekanntlich der undankbarste Platz, wenn man gerade eben
keine Medaille abbekommen hat, obwohl man gerannt ist wie ein Weltmeister...
Wolfram Janzer wurde 1945 in Singen am Hohentwiel geboren. Architekturstudium, Diplom
an der TU Stuttgart 1971/72. Seit 1978 freiberuflich tätig zwischen Architektur und
Bild, seit 1989 auschließlich als professioneller Architekturfotograf. 1978 erste Einzelausstellung.
Seither europaweit weit über sechzig Einzelausstellungen. Mitgliedschaften: DFA,
DGPh, Werkbund, VBKW. Zahlreiche Fotografie-Preise (u.a.: archiphoto 2010, Prix Rhénan
2009, Zeche Zollverein, 2007, architekturbild 1997). Wolfram Janzer lebt in Stuttgart.

 

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